Eine Gruppe von Physiotherapeuten kommt einmal in der Woche, um sich mit den alten Damen zu beschäftigen und ihr Gelerntes in der Praxis anzuwenden. Sie haben ein gutes Verhältnis zu den Bewohnerinnen, welche sich stets über den Besuch freuen.

Das Casa do Amor beschäftigt zur Zeit 14 Mitarbeiter. Die Krankenschwestern, Putzfrauen und die Köchin kommen aus Armutsvierteln und sind dankbar für die Arbeitsstelle. Arbeitslosigkeit ist das Hauptproblem der Armut in Recife. Sie leisten gute Arbeit, halten zusammen und springen füreinander ein. Die Krankenschwestern sind vor allem mit den bettlägrigen Bewohnerinnen sehr beschäftigt. Alle Bewohnerinnen werden täglich geduscht, viele können nicht mehr selbst auf die Toilette, müssen beim Essen unterstützt werden und fast alle benötigen unterschiedliche Medikamente. Die Putzfrauen reinigen täglich das gesamte Anwesen, waschen die Wäsche und sorgen dafür, dass Ungeziefer und Müll entsorgt wird. Die Köchin bereit täglich die Mahlzeiten für alle Bewohnerinnen zu, wobei sie auf eine ausgewogene und vitaminreiche Ernährung achten muss.
Jeder hilft, wo er kann und es wird auch der ein oder andere freie Nachmittag geopfert, um mit einer Bewohnerin zum Arzt zu gehen.

Das Casa do Amor ist nicht nur ein Seniorenzentrum, sondern konnte durch das eigene Engagement über die ganzen Jahre den Kauf eines Nachbarhauses realisieren, welcher Raum für verschiedene Projekte in der Jugendarbeit und Stadtteilaktivitäten bietet.

Die Favela Chão de Estrellas liegt am Abwasserkanal von Recife. Müll, Dreck und Gestank überschwemmen bei Hochwasser regelmäßig die Häuser. Armut und Hoffnungslosigkeit treiben viele in Alkoholismus, Drogenkonsum und zur Kriminalität. Vor allem in den letzten Jahren haben sich, unter anderem durch das Engagement des Casa do Amor, die Zustände in der Favela deutlich verbessert. Die zusammengeschusterten Hütten weichen richtigen Häusern und es werden Straßen gebaut.


Das größte Problem der Armutsviertel ist die Arbeitslosigkeit. Besonders Frauen und Mütter sind davon betroffen.
Da es keine soziale, staatliche Unterstützung gibt, bedeutet Arbeitslosigkeit Hunger und Elend.
Das Casa do Amor bietet regelmäßig Professionalisierungskurse an bei denen vor allen Dingen Mütter etwas erlernen, das ihnen Geld bringt und wodurch sie gleichzeitig zu Hause bei ihrer Familie sein können.
Es sind Kurse, in denen die Herstellung kulinarischer Spezialitäten, Kunsthandwerk und Schneiderfertigkeiten vermittelt werden.
Die Kinder werden bei der Haustätigkeit beaufsichtigt und miteinbezogen, somit sind sie weniger gefährdet zu verwahrlosen.
Durch eine von den Frauen gegründete Cooperative in Unterstützung durch das \"Casa do Amor\" können die angefertigten Dinge, sowie gespendete Altkleider gemeinsam verkauft werden und Geld für Reinvestiton, als auch für die einzelnen Familien erarbeitet werden.
Zusätzlich erhalten ca. 20 besonders bedürftige Familien monatlich Lebensmittelpakete mit den Grundnahrungsmitteln durch das Casa do Amor.

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Misereor
IBAN DE75 3706 0193 0000 1010 10
BIC GENODED1PAX
Kennwort: Zweck W31046 Casa do Amor, Brasilien 

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